Prof.Dr.Dr. Walter Weddigen
Prof.Dr.Dr. Walter Weddigen

Prof. Dr. Dr. Walter Weddigen

Nationaloekonom der Universität München

*13.2.1895 Kiel - † 26.5.1978 Gauting/München

 

Vater: Wilhelm Ernst Theodor Weddigen (*12.9.1864 - † 16.4.1918), Regierungsbaurat, im Krieg Eisenbahnbeamter. 

Mutter: Maria Johanna Margarete Luise, geb. Thielhorn (*1.10.1874 - †1941).

Geschwister: Fritz (*13.6.1896 - † 31.8.1918), Rudolf (*17.6.1900 - † 31.12.1907), Otto (*3.12.1905 - † 11.10.1987 in Planegg/Mü).

1906 Übersiedelung der Familie von Köln nach Breslau. Verheiratet seit 1926 mit Luise geb. Goebel (*28.12.1901 Alexandrien - † 1.5.2004 Gauting/München, Tochter des Breslauer Chirurgen und Chefarzt der Klinik Bethanien, Prof. Dr.Karl Goebel)Am 13.2.1945 verliert die Familie alles Hab und Gut im Bombenhagel von Dresden. Walter, längst Ordinarius in München, besetzt zahlreiche Lehrstühle in Deutschland, mitunter in Berlin, Dresden, Nürnberg und Erlangen (deren Fusion ihm gelingt), Jena und sogar Istanbul, gründet die Verwaltungsakademie Bamberg. Die Familie lebte seit 1952 in Gauting. Die über 100jährige Luise belegte mit bewundernswerter Verve noch 2002 als älteste "Studentin" Münchens Vorlesungen in Theologie.

 

1914 Abitur, Breslau
1914-1921 Studium der Rechts-, Staats-, und Wirtschaftswissenschaften, Univ. Heidelberg, Breslau, 1921 Erste Juristische Staatsprüfung
1914 Teilname am Ersten Weltkrieg, zuletzt Leutnant
1921-1924 Gerichtsreferendar, Breslau
1924-1926 Gerichtsassessor, kommissarischer Amtsrichter, Landrichter , Breslau
1926-1928 Privatdozent für Nationalökonomie, Univ. Breslau
1928-1931 Privatdozent für Wirtschaftliche Staatswissenschaften, Univ. München
1931-1933 ao. Professor für Rechts- und Staatswissenschaften, Univ. Innsbruck
1933-1934 Professor, Univ. Rostock
1934-1939 o. Professor für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Univ. Jena
1939-1941 o. Professor, TH Dresden
1941-1945 Professor, Wirtschaftsschule, Berlin
ab 1947 o. Professor für Volkswirtschaftslehre und Sozialpolitik, HS für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Nürnberg
ab 1947 Lehrbeauftragter, Philosophisch-Theologische HS Bamberg

 

Kinder: Elisabeth *20.1.1927 °° Dr. Wilhelm Schürer (*21.1.1909 - † 1982) 

           Klaus *13.5.1928 - † 3.9. 1976

           Renate *29.9.1929 - 30.5.2016 °° Dr. phil. Wolfgang Pfeiffer (*16.8.1926 - †1994)

           Christian * 26.12.1930 - † 23.1.2012 °°Marlies Esselborn (*26.5.1937)

           Dorothea *18.11.1936 - †21.9.1975 °° Oskar Ultsch (*6.1.1928 - † 21.9.1975)

           Gabriele *4.9.1939

 

Tochter Elisabeth, (Dr.phil.1.Ehe m. Eugen Linz *1889 - 1954, Partnerschaft mit Peter Glaser †) hat mit Lungenarzt Dr. Willy Schürer (*1909- †1982)  zwei Kinder: Neurochirurg Dr.med.habil. Ludwig Harald Walter Schürer (*12.2.1957, verh.m. Iris, geb.Strohschneider; Kinder Maxim und Moritz) u. Dr. Psych. Wilhelmine, "Wilma" Luise Adelheid (*4.10.1959, verh. m. Oekoingenieur Werner Bauer, Kinder: Malkin, Gesa und Franca. E. lebte in Salzburg und jetzt  in Feldafing bei Starnberg und Teneriffa.

Tochter Renate (1929-2016) war mit Kunsthistoriker Dr.Wolfgang Pfeiffer (*1926 - †1994), ehem. Leiter des städtischen Museums in Regensburg, verheiratet und hat 3 Töchter, Sabine (Musikerin im Nomos-Quartett, verh. mit Dieter Ludwig, Töchter: Johanna und Clara), Andrea und Ulrike (Psychiaterin).

Tochter Gabriele ist Oberstudienrätin und im Jung-Institut ZH diplomierte Psychologin und lebt in Starnberg.

Tochter Dorothea und ihr Mann Dr. Oskar Ultsch, Richter am Oberlandesgericht München, kamen am 21.9.1975 bei einem tragischen Bergunfall bei Pontresina in Graubünden ums Leben.

Sohn Christian Walter (1930-2012); er hatte als Kind beim Spiel mit herrenloser Kriegsmunition die linke Hand verloren), wurde Elektroniker, Physiker, Prof. Dr.rer.nat., war seit dem 26.8.1960 mit Marlies, geb. Esselborn verheiratet und zählt zwei Söhne: Dr. Andreas (*1961) verh. 3Kinder , und  Rolf-Magnus (*1963) verh. 2Kinder. 

Sohn Klaus Weddigen (1928-1976), Wirtschaftstheoretiker, widmete sich, aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt,  der Thematik von Kommunismus und kapitalistischer Marktwirtschaft und schrieb 1976 ein revolutionäres Buch "Marktwirtschaft. Ein neues Konzept". Er überlebte das Erscheinen seines Buches wie geplant, nur kurz.

 

[Nicht mit Klaus zu verwechseln ist der Latinist Klaus Weddigen (1999), der altsprachliche Textausgaben und Arbeitshefte edierte (Klettverlag), Lateinische Lesebücher (Gustula) zusammenstellte, die Grammatik Sermo (ed.2013) verfasste und mit weiteren Autoren die Unterrichtswerke Ostia altera, Itinera herausgab. (s.: Schareika, Helmut: Nachruf auf Klaus Weddigen. AU 42, 3/99, 59-60)

Mit diesem Familienzweig ist auch Klaus Weddigen von Knapp nicht unmittelbar verwandt, der in Köln als Sicherheits- und Unternehmensberater waltet.]

 

 

einige Werke Walter Weddigens:

Theorie des Ertrages, Habilitationsschrift 1927

Grundriss der Wirtschaftstheorie ecc., 1934

Theoretische Volkswirtschaftslehre, 1948 & 1958

Allgemeine Finanzwissenschaft, 1949 & 1964

Untersuchungen...z. Wirtschaftsordnung, 1950

Wirtschaftsethik, System humanitärer Wirschaftsmoral, 1951

Saisonale Arbeitslosigkeit ecc.,1957

Elisabeth Schürer geb.Weddigen, Lebenslauf Walter Weddigen
Der Lebenslauf von Prof.Dr.Dr. Walter Weddigen verfasst von seiner Tochter nach Typoskript
Lebenslauf Walter Weddigen.doc
Microsoft Word Dokument 47.0 KB
Walter Weddigen, Bericht von der Bombardierung Dresdens 1945
Auszug aus einem Bericht der Familien-Nachrichten des Weddigen-Familienverbandes E.v.
Walter Weddigen, Dresden 13.2.1945.docx
Microsoft Word Dokument 1.7 MB
W.W., Aus dem Alltag des Widerstandes
Typoskript von ca 1965 transkribiert von E.W. März 2013
alltag def..docx
Microsoft Word Dokument 26.7 KB
Luise Weddigen als älteste Studentin der Theologie
Luise Weddigen als älteste Studentin der Theologie


Kommentare: 3
  • #3

    Max B. (Freitag, 23 Juni 2017 14:15)

    Otto bester

  • #2

    Eduart (Freitag, 23 Juni 2017 14:12)

    Hallo

  • #1

    Ulrich Budler (Mittwoch, 30 Dezember 2015 18:23)

    Lieber Weddiges,
    ich bin gerade dabei die kleine Geschichte des adeligen Gutes Mandelsenbostel in Achim zusammenzutragen.
    Hierbei "lief" mir ein Weddige Ihrer Familie über den Weg:
    Friedrich Florenz von Weddig, Dragoneroberst, Sohn des Johann Daniel (1636 – 20.10.1708 Minden) und Christina
    Kauf des Gutes 22.8.1738, Reichsadel vom 13.10.1736
    * 23.2.1671 Hartum
    00 Sophia Hedewig Bruncken
    + 25.6.1740 Herzberg

    Mich würde nun interessieren, wann und wo besagter Friedrich Florenz geheiratet hat und ob es irgendwelche Informationen bezüglich den Kauf des Gutes gibt. Angeblich sollen seine Kinder das Gut später für 8100 Thaler am 16.1.1743 an Dr. Gottlieb Lebrecht von Exter verkauft haben. Aber auch darüber existieren hier nur Gerüchte.
    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
    Herzliche Grüße
    Ulrich Budler, Heimatgverein Achim
    und ein frohes Neues Jahr